Kalifornien: Wirtschaftlich mächtigster Bundesstaat der USA, für sich genommen achtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, 2009 zahlungsunfähig, 2010 mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit erneut zahlungsunfähig.
Und nun das: In der kalifornischen Wirtschaft gingen im Jahr 2009 voraussichtlich 871.000 Arbeitsplätze verloren, anstatt 579.000 wie noch im Januar 2010 geschätzt.
Über die Zuverlässigkeit US-amerikanischer Arbeitsmarktzahlen hatten wir wiederholt berichtet.
Gehen Sie getrost davon aus, dass Kalifornien sich bislang auf die viel zu optimistische Schätzung verlassen hat.
Gute Nacht! Und: Denken Sie gut!
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Sonntag, 7. März 2010
Kalifornien, achtgrößte Volkswirtschaft weltweit: Arbeitsplatzverlust 50% höher als gedacht
Prozentrechnung für Investoren: Minus 47 plus 57 macht minus 17
Der folgende Artikel zum Automobil-Absatz in Deutschland im Februar 2010 ersetzt einen vorangegangenen, den dpa-AFX offenbar zurückgezogen hat -- die Formulierungen, auch in Bezug auf die Abwrackprämie, waren wohl zu negativ. Ein willkommener Anlass für einen Blick auf die vielen Prozentzahlen und wenigen Diagramme, die uns präsentiert werden.
Klingt gut. Oder?
Oder. 100% minus 47% sind 53%. 53% plus 57% ergibt 83,21%. Mithin 16,79% weniger als noch vor zwei Jahren. Klingt weniger gut, oder?
Rechnen Sie gut.
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Die Autobauer lieferten 337.600 Pkw ins Ausland, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 57 Prozent. Vor einem Jahr war der Export um 47 Prozent eingebrochen.
Klingt gut. Oder?
Oder. 100% minus 47% sind 53%. 53% plus 57% ergibt 83,21%. Mithin 16,79% weniger als noch vor zwei Jahren. Klingt weniger gut, oder?
Rechnen Sie gut.
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Sonntag, 28. Februar 2010
US-Einzelhandel-Verkaufszahlen: Umsatzsteuer-Einnahmen widersprechen (statistisch ermittelten) offiziellen Zahlen
Mike Shedlock hat eine beeindruckende Sammlung von Zeitungsartikeln zu Umsatzsteuer-Einnahmen zusammengetellt aus denen klar hervorgeht, dass die realen Vekäufe in den USA massiv einbrechen. Im Gegensatz dazu stehen die offiziellen Einzelhandels-Verkaufszahlen.
Das muss niemanden verwundern. Die offiziellen Zahlen werden statistisch ermittelt. Wenn ein Supermarkt schließt profitiert der nächste davon, und dessen Zahlen fließen dann in die Statistik ein.
Es zeigt sich ein ähnlicher Widerspruch wie bei den US-Arbeitslosenzahlen; auch hier weichen die offiziellen Zahlen erheblich von denen ab, die sich aus den monatlichen Steuerzahlungen der Unternehmen ableiten lassen.
Die Zahlen in Kürze.
Offizielle Zahlen, saisonbereinigt, jedoch nicht inflationsbereinigt:
Verkäufe im Januar 2010 0,5% höher als im Dezember 2009 und 4,7% höher als im Januar 2009.
Umsatzsteuer-Zahlen einiger Bundesstaaten:
New York: Rückgang um 5,9% im Haushaltsjahr 2009 gegenüber 2008.
Indiana: 4,4% Rückgang im Dezember 2009 gegenüber Vorjahresmonat, 6,1% im November, 11,1% im Oktober.
Texas: 14,2% Rückgang gegenüber Vorjahresmonat im Januar 2010, 11,6% im Dezember 2009 gegenüber Dezember 2008, 14,5% im November, 12,8% im Oktober.
Alabama: 17,5% Rückgang gegenüber Vorjahresmonat im Januar 2010, 13,5% Zunahme gegenüber Vorjahresmonat im Dezember 2009, 6,7% Rückgang im November.
Im November 2009 lagen die Umsatzsteuer-Einnahmen aller US-Bundesstaaten unter denen des Vorjahreswertes. Im Dezember 2009 galt dies immer noch für 87% der US-Bundesstaaten.
Wir wiesen bereits Ende September 20009 darauf hin dass sich das Verhalten der US-Verbraucher verändert hat.
Gute Nacht! Denken Sie gut.
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Das muss niemanden verwundern. Die offiziellen Zahlen werden statistisch ermittelt. Wenn ein Supermarkt schließt profitiert der nächste davon, und dessen Zahlen fließen dann in die Statistik ein.
Es zeigt sich ein ähnlicher Widerspruch wie bei den US-Arbeitslosenzahlen; auch hier weichen die offiziellen Zahlen erheblich von denen ab, die sich aus den monatlichen Steuerzahlungen der Unternehmen ableiten lassen.
Die Zahlen in Kürze.
Offizielle Zahlen, saisonbereinigt, jedoch nicht inflationsbereinigt:
Verkäufe im Januar 2010 0,5% höher als im Dezember 2009 und 4,7% höher als im Januar 2009.
Umsatzsteuer-Zahlen einiger Bundesstaaten:
New York: Rückgang um 5,9% im Haushaltsjahr 2009 gegenüber 2008.
Indiana: 4,4% Rückgang im Dezember 2009 gegenüber Vorjahresmonat, 6,1% im November, 11,1% im Oktober.
Texas: 14,2% Rückgang gegenüber Vorjahresmonat im Januar 2010, 11,6% im Dezember 2009 gegenüber Dezember 2008, 14,5% im November, 12,8% im Oktober.
Alabama: 17,5% Rückgang gegenüber Vorjahresmonat im Januar 2010, 13,5% Zunahme gegenüber Vorjahresmonat im Dezember 2009, 6,7% Rückgang im November.
Im November 2009 lagen die Umsatzsteuer-Einnahmen aller US-Bundesstaaten unter denen des Vorjahreswertes. Im Dezember 2009 galt dies immer noch für 87% der US-Bundesstaaten.
Wir wiesen bereits Ende September 20009 darauf hin dass sich das Verhalten der US-Verbraucher verändert hat.
Gute Nacht! Denken Sie gut.
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Freitag, 26. Februar 2010
Aktien: Eine gute Anlageform für Vermögen?
Der Dienst Chart of the Day bringt heute einen inflationsbereinigten Kursvverlauf des Dow Jones seit 1925.

Der Berechnung fehlen einige Hintergrundinformationen; somit ist der dargestellte Kursverlauf mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise ändert sich die Zusammensetzung des Dow Jones Industrial Index im Laufe der Zeit. Ebenso werden Methoden zur Berechnung der Inflation überarbeitet; in den USA wurden beispielsweise 1986 hedonische Methoden eingeführt und wesentlich extensiver als hierzulande genutzt. Hierdurch ergibt sich eine Senkung der offiziell ausgewiesenen Teuerungsrate (Inflation).
Dennoch sollte deutlich werden dass die Frage berechtigt ist ob eine Buy-and-Hold-Strategie bei Aktien dasjenige Ergebnis zeitigt das Ihnen womöglich in Aussicht gestellt wurde.
Betrachten Sie auch den langfristigen Verlauf des Deutschen Aktienindex DAX im Zusammenhang mit Liquiditätsschwemmen der US-Zentralbank.
Bedenken Sie dass Aktienfonds ihrer Natur nach den größten Teil ihres Kapitals in Aktien investieren müssen.
Investieren Sie weise. Denken Sie gut.
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Der Berechnung fehlen einige Hintergrundinformationen; somit ist der dargestellte Kursverlauf mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise ändert sich die Zusammensetzung des Dow Jones Industrial Index im Laufe der Zeit. Ebenso werden Methoden zur Berechnung der Inflation überarbeitet; in den USA wurden beispielsweise 1986 hedonische Methoden eingeführt und wesentlich extensiver als hierzulande genutzt. Hierdurch ergibt sich eine Senkung der offiziell ausgewiesenen Teuerungsrate (Inflation).
Dennoch sollte deutlich werden dass die Frage berechtigt ist ob eine Buy-and-Hold-Strategie bei Aktien dasjenige Ergebnis zeitigt das Ihnen womöglich in Aussicht gestellt wurde.
Betrachten Sie auch den langfristigen Verlauf des Deutschen Aktienindex DAX im Zusammenhang mit Liquiditätsschwemmen der US-Zentralbank.
Bedenken Sie dass Aktienfonds ihrer Natur nach den größten Teil ihres Kapitals in Aktien investieren müssen.
Investieren Sie weise. Denken Sie gut.
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Mittwoch, 24. Februar 2010
Das Kapital flieht Griechenland: Mehr als ein Viertel bereits außer Landes
Das Wall Street Journal berichtet, dass vermögende Griechen ihr Vermögen in Kapital wandeln und dieses außer Landes bringen. Die griechischen Privatbanken verwalten laut Bericht etwa 30 Milliarden Euro Einlagen. Seit Dezember sind bereits 8 Milliaden Euro ins Ausland geflossen.
Ein Ende des Trends sei nur denkbar wenn das Vertrauen in die Gesamtsituation wieder steige. Dies sei frühestens in einem Jahr zu erwarten.
In der Vergangenheit war es der griechischen Regierung nicht gelungen, Einkommen und Guthaben in der Praxis in vorgesehenem Maße zu besteuern.
Dies nennt man einen Bank Run oder Ansturm auf die Bank. Banken können wegen der Hebelung der Einlagen nur einen geringen Teil der an sich vorhandenen Guthaben auszahlen. Beim Bank Run gewinnt, wer zuerst kommt.
Denken Sie gut!
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Ein Ende des Trends sei nur denkbar wenn das Vertrauen in die Gesamtsituation wieder steige. Dies sei frühestens in einem Jahr zu erwarten.
In der Vergangenheit war es der griechischen Regierung nicht gelungen, Einkommen und Guthaben in der Praxis in vorgesehenem Maße zu besteuern.
Dies nennt man einen Bank Run oder Ansturm auf die Bank. Banken können wegen der Hebelung der Einlagen nur einen geringen Teil der an sich vorhandenen Guthaben auszahlen. Beim Bank Run gewinnt, wer zuerst kommt.
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