Wenn Sie denkfaul.de nicht regelmäßig lesen, sollten Sie zunächst verstehen, dass inflationäre und deflationäre Effekte zeitgleich bestehen und konkurrieren können. Falls Sie das für eine etwas wunderliche oder gar abwegige These halten, empfehlen wir den Handelsblatt-Artikel Nach Minusrekord: Der Aufschwung bringt die Inflation zurück. Dort können Sie nachlesen, wie Ökonomen inflationäre und deflationäre Tendenzen aktuell gegeneinander abwägen. Allerdings haben wir für diese Mischung nur eine Sorte Geld, und am Ende wird die statistisch ermittelte Teuerungsrate andhand eines mehr oder weniger repräsentativen Warenkorbes ermittelt. Daher erfasst diese eine Zahl die Situation nur unzureichend. Zusätzlich erschweren spezielle Preisermittlungsverfahren wie hedonische Methoden den Bezug zum eigenen Kontostand. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis sich in den Medien eine detailliertere Betrachtung durchsetzen können wird.
Deflationäre Effekte
Die Legende vom Jobwunder in Deutschland: Die meisten Medien feiern die hohe Beschäftigungsquote in Deutschland. Allerdings wurde vor wenigen Monaten deren Berechnungsmethode geändert. Und ein engagiertes regionales Medium wagte einen Blick auf die Details: Bei fast allen geschaffenen Arbeitsplätzen handelt es sich um Teilzeitstellen. Die Menschen haben also weniger Geld zur Verfügung. Der deflationäre Effekt wird um so stärker ausfallen, je mehr Unternehmen anhand der irreführenden Schlagzeilen falsch planen.
Fehlplanungen in der Bekeleidungsindustrie, Abverkäufe im Elektronikbereich: Wie von uns angekündigt, besteht der deflationäre Druck im Massen-Bekleidungsgeschäft und Elektroniksektor weiterhin, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Dies wird anhand der Sonderaktionen der Händler und Ketten deutlich.
Unternehmungen sparen sich kaputt: Es ist zu beobachten, dass sich einzelne Unternehmungen kaputtsparen. Sichtbar wird dies in Ladengeschäften, in denen entweder nicht ausreichend viel oder nicht ausreichend qualifiziertes Personal die Kunden bedient. Dies wird langfristige Folgen haben, die oft nicht nur für die entsprechenden Unternehmungen unangenehme Konsequenzen mit sich bringen werden.
Stagnierende Geldmenge: Trotz der Bemühungen der Zentralbanken, beliebig viel Liquidität bereitzustellen, funktioniert die Hebelung durch die Geschäftsbanken nicht, weil die Haltung der Marktteilnehmer nicht positiv genug ist und daher die Kreditnachfrage stagniert.
Inflationäre Effekte
Der niedriger bewertete Euro soll ja angeblich der deutschen Exportindustrie helfen. Wir bezweifeln dies für den allgemeinen Fall. Die Wahrheit dürfte sein, dass weltweite Preistrends in den letzten Jahren durch den starken Euro teilweise aufgefangen wurden und jetzt massive Preissteigerungen für die Eurozone vor der Tür stehen.
Das Ende billiger Asien-Importe: Die erheblich gestiegenen Lebensmittelpreise und Einkommen in Asien führen schon für sich genommen dazu, dass die Preise dort hergestellter Produkte ansteigen. Westliche Unternehmen bauen bereits Arbeitsplätze in Indien ab, um in billigere Regionen auszuweichen. Richten Sie sich darauf ein, dass die Preise für Produkte am unteren Ende der Preisskala steigen werden, was einen massiven Druck auf die Bevölkerungsschichten mit niedrigen EInkommen ausüben wird.
Höhere Lebensmittel- und Rohstoffpreise: Das beschleunigte Wachstum in Asien wird das Gesamtsystem erneut an seine Grenze stoßen lassen. Völlig unabhängig von der verfügbaren Geldmenge werden die Preise für Lebensmittel und einige Rohstoffe aufgrund zu geringen Angebots zumindest vorübergehend stark ansteigen.
Nachfrage nach effizienten Tehnologien: Energiespartechniken werden in Asien eine erhöhte Nachfrage erfahren, um die systemische Grenze des möglichen Wachstums später erreichen zu können.
Nachfrage nach Exklusivität: Im aufstrebenden Teil Asiens sucht man nach Extravagantem. So wird beispielsweise aus Asien Haute Couture nachgefragt. Nicht um sie im Museum auszustellen, sondern um sie zu tragen.
Ausblick
Die Tage der billigen Plastikartikel und Flachbildschirme sind gezählt. In einzelnen Fällen werden jedoch prall gefüllte Kriegskassen noch für einige Zeit niedrige Preise und anschließende Übernahmen mit sich bringen. Lebensmittelpreise werden weiter anziehen. Einzelne weitere Rohstoffpreise werden ebenfalls Aufwärtsdruck erfahren. Und dies unabhängig von der Haltung der Konsumenten. Denn das Geldsystem kann die heftigen Veränderungen bei Angebot, Nachfrage und Konsumklima nicht beeinflussen.
Denken Sie gut!
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Donnerstag, 2. September 2010
Schlaglicht auf die US-Immobilienblase: Glaubwürdig von US$ 80.000,- auf US$ 385.000,- und unbestätigte US$ 135.000,-?
Schauen Sie sich das Objekt in Ruhe an. Es ist ein einfaches Haus mit einfacher Ausstattung auf kleinem Grundstück. Was also steckt hinter dieser Preisentwicklung? Was glauben Sie?
Gefunden in Kommentar #558995 zu diesem Artikel, der nahelegt, dass bei den US-Immobilienpreisen für die Statistiken in erheblichem Maße Manipulation zur Anwendung kommen könnte.
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Mittwoch, 1. September 2010
Populärer Irrtum: Würden Schulden getilgt, wäre alles gut
1,7 Billionen Euro Miese: So entkommt Deutschland der Schuldenfalle, schreibt Spiegel Online.
Es wird dort vorgeschlagen, die Bundesrepublik durch eine einmalige Vermögensabgabe zu entschulden. Das private Nettovermögen in Deutschland belaufe sich auf 8,2 Billionen Euro, wovon sich gut 60% in den Händen von 10% der Bevölkerung befänden. Somit sei es möglich, die Entschuldung durchzuführen.
Natürlich ist es das nicht.
1) Im Sommer 2010 beträgt die sehr weit gefasste Geldmenge M3 in der Eurozone rund 9,5 Billionen Euro. Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Vermögensverhältnisse in Deutschland mit 8,2 Billionen Euro viel zu hoch angesetzt wurden. Würde ein nennenswerter Teil dieses Vermögens, vermutlich Immobilien, am Markt zum Kauf angeboten, würde er drastisch an Wert verlieren, weil es gar nicht genug Geld im System gäbe, um den veranschlagten Preis auch wirklich zu bezahlen.
2) Schulden haben eine magische Eigenschaft: Ihr Betrag gehört psychologisch betrachtet zwei Marktteilnehmern gleichzeitig. Angenommen, ein Staat habe zwei Bürger, Max und Moritz. Wenn Max dem Staat Geld leiht (eine Staatsanleihe erwirbt), glaubt er, das Geld gehöre noch ihm und er könne darüber später wieder verfügen. Der Staat gibt es dann aber aus, zum Beispiel weil er Moritz mit der Errichtung einer Brücke beauftragt. Anders gesagt, der Staat gibt Max' Geld jemandem, der es dann wirklich hat und der, wenn er selbst keine Schulden hat, es als sein eigenes Geld ansieht. So wähnt sich Moritz wohlhabender als zuvor. Wenn der Staat seine Schuld allerdings wirklich tilgen möchte, holt er sich das Geld über Steuern und Gebühren vermutlich von beiden zurück, und in beider Wahrnehmung verringert (z.B. halbiert) sich ihr Wohlstand. Dies wird ihr Kaufverhalten massiv beeinflussen.
3) Hat ein Staat sich bei Banken verschuldet, so ist die Begleichung dieser Schuld noch weitaus deflationärer als im vorangehenden Beispiel, denn Banken schöpfen Geld gegen Sicherheiten aus dem Nichts. Anders gesagt, während der Wohlstand im vorigen Beispiel nur psychologisch steigt und schlussendlich umverteilt wird, steigt in diesem Fall die Geldmenge durch die Verschuldung real, und sinkt bei Rückzahlung entsprechend. Und für sinkende Preise ist unser Geldsystem nicht geschaffen.
Daher können Sie ganz beruhigt sein, dass dieser Plan der sofortigen Entschuldung niemals umgesetzt werden wird.
Der Artikel streift abschließend noch den Anfang der 1950er-Jahre in der Bundesrepublik eingeführten Lastenausgleich. Ein wesentlicher Faktor hierbei waren Zwangshypotheken auf Immobilien.
Was der Artikel nicht erwähnt ist, dass es keine Alternative gab. In einem Geldsystem, in dem das Guthaben des Einen ausschließlich durch Schulden des Anderen gedeckt ist, muss man dafür Sorge tragen, dass gleich zu Beginn genügend Verschuldung entsteht, um überhaupt Geld gegen Sicherheiten in das System zu injizieren.
Daher können Sie sich darauf verlassen, dass auch die nächste Währungsreform so beginnt. Das hat nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun. Das ist eine geldtechnische Notwendigkeit.
Denken Sie gut!
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Es wird dort vorgeschlagen, die Bundesrepublik durch eine einmalige Vermögensabgabe zu entschulden. Das private Nettovermögen in Deutschland belaufe sich auf 8,2 Billionen Euro, wovon sich gut 60% in den Händen von 10% der Bevölkerung befänden. Somit sei es möglich, die Entschuldung durchzuführen.
Natürlich ist es das nicht.
1) Im Sommer 2010 beträgt die sehr weit gefasste Geldmenge M3 in der Eurozone rund 9,5 Billionen Euro. Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Vermögensverhältnisse in Deutschland mit 8,2 Billionen Euro viel zu hoch angesetzt wurden. Würde ein nennenswerter Teil dieses Vermögens, vermutlich Immobilien, am Markt zum Kauf angeboten, würde er drastisch an Wert verlieren, weil es gar nicht genug Geld im System gäbe, um den veranschlagten Preis auch wirklich zu bezahlen.
2) Schulden haben eine magische Eigenschaft: Ihr Betrag gehört psychologisch betrachtet zwei Marktteilnehmern gleichzeitig. Angenommen, ein Staat habe zwei Bürger, Max und Moritz. Wenn Max dem Staat Geld leiht (eine Staatsanleihe erwirbt), glaubt er, das Geld gehöre noch ihm und er könne darüber später wieder verfügen. Der Staat gibt es dann aber aus, zum Beispiel weil er Moritz mit der Errichtung einer Brücke beauftragt. Anders gesagt, der Staat gibt Max' Geld jemandem, der es dann wirklich hat und der, wenn er selbst keine Schulden hat, es als sein eigenes Geld ansieht. So wähnt sich Moritz wohlhabender als zuvor. Wenn der Staat seine Schuld allerdings wirklich tilgen möchte, holt er sich das Geld über Steuern und Gebühren vermutlich von beiden zurück, und in beider Wahrnehmung verringert (z.B. halbiert) sich ihr Wohlstand. Dies wird ihr Kaufverhalten massiv beeinflussen.
3) Hat ein Staat sich bei Banken verschuldet, so ist die Begleichung dieser Schuld noch weitaus deflationärer als im vorangehenden Beispiel, denn Banken schöpfen Geld gegen Sicherheiten aus dem Nichts. Anders gesagt, während der Wohlstand im vorigen Beispiel nur psychologisch steigt und schlussendlich umverteilt wird, steigt in diesem Fall die Geldmenge durch die Verschuldung real, und sinkt bei Rückzahlung entsprechend. Und für sinkende Preise ist unser Geldsystem nicht geschaffen.
Daher können Sie ganz beruhigt sein, dass dieser Plan der sofortigen Entschuldung niemals umgesetzt werden wird.
Der Artikel streift abschließend noch den Anfang der 1950er-Jahre in der Bundesrepublik eingeführten Lastenausgleich. Ein wesentlicher Faktor hierbei waren Zwangshypotheken auf Immobilien.
Was der Artikel nicht erwähnt ist, dass es keine Alternative gab. In einem Geldsystem, in dem das Guthaben des Einen ausschließlich durch Schulden des Anderen gedeckt ist, muss man dafür Sorge tragen, dass gleich zu Beginn genügend Verschuldung entsteht, um überhaupt Geld gegen Sicherheiten in das System zu injizieren.
Daher können Sie sich darauf verlassen, dass auch die nächste Währungsreform so beginnt. Das hat nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun. Das ist eine geldtechnische Notwendigkeit.
Denken Sie gut!
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Dienstag, 31. August 2010
Populärer Irrtum: Spekulanten treiben Rohstoffpreise
Zickzack an den Agrarbörsen: Zocker spekulieren die Armen in den Hunger, meint Spiegel Online.
Darin:
Wirklich? Sie wurden doch angeblich vernichtet.
Wirklich? In Wahrheit zahlen Marktteilnehmer derzeit auf realen Märkten noch höhere Preise für reale Waren als die Börsenkurse anzeigen, weil schlicht kaum reale Waren verfügbar sind.
Ja.
Wirklich? Es ist nicht genug Weizen in den Lagern, wie der Autor selbst gleich anmerkt, wenn er diesen Umstand auch unrichtig darstellt:
Erstens. Die verrotteten Bestände in Asien gehören schon lang nicht mehr den Bauern, sondern dem Staat, der sie als Reserve aufgekauft hatte. Zweitens. Indien und China könnten leicht Anreize für die Bauern schaffen, ihre Lebensmittel zu verkaufen; beide Staaten importieren gigantische Mengen von Agrarrohstoffen zu steigenden Preisen. Und drittens: Die Möglichkeiten eines jeden Bauern, seine Ernte zurückzuhalen, sind naturgemäß eingeschränkt.
Zumindest in der Europäischen Union ist die Landwirtschaft durch Prämien und Zölle so stark gesteuert, dass von einer freien Maktwirtschaft kaum die Rede sein kann und die Vereinten Nationen seit Jahren fordern, diese Überregulierung zu reduzieren. Abgesehen davon: Was soll schon falsch daran sein, Weizen anzubauen, wenn Weizen so stark nachgefragt wird, dass die Preise gestiegen sind?
Der gesamte Artikel unterstellt, dass Spekulanten Rohsoffpreise massiv manipulieren können.
Aber selbst wenn Marktteilnehmer auf höhere Preise in der Zukunft spekulieren, muss zum gegebenen Liefertermin auch genügend Nachfrage und Kapital am Makt sein, um den erhofften höhern Preis zu bezahlen. Das wird jedenfalls nicht eintreten, wenn ein Überangebot an Rohstoffen besteht oder ein Mangel an Kapital herrscht. In diesem Fall hätten sich die Marktteilnehmer schlicht verspekuliert.
Mehr Betrachtungen darüber, wie unser modernes System der Geldschöpfung zu unserer begrenzten Welt passt, finden Sie in Knappes Geld... und knappe Lebensmittel?.
Gute Nacht! Und denken Sie gut.
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Darin:
Seit der Finanzkrise suchen Abermilliarden von Dollar und Euro neue Anlageformen.
Wirklich? Sie wurden doch angeblich vernichtet.
An Rohstoffbörsen wie in Chicago treiben Zocker die Preise in die Höhe - und verteuern so für Milliarden Menschen die Grundnahrungsmittel.
Wirklich? In Wahrheit zahlen Marktteilnehmer derzeit auf realen Märkten noch höhere Preise für reale Waren als die Börsenkurse anzeigen, weil schlicht kaum reale Waren verfügbar sind.
Doch die Hungerkrise war nie vorbei, sie verschwand nur aus dem Fokus der Öffentlichkeit. Die Zahl der Hungernden stieg weltweit in wenigen Jahren von 850 Millionen auf über eine Milliarde. Allein im Jahr 2009 kamen rund hundert Millionen Menschen hinzu, schätzt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.
Ja.
"Obwohl genug Weizen in den Lagern war, überwogen für die Anleger plötzlich die Risiken", sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte von der Commerzbank.
Wirklich? Es ist nicht genug Weizen in den Lagern, wie der Autor selbst gleich anmerkt, wenn er diesen Umstand auch unrichtig darstellt:
[Die Bauern] horten ihre Ernte - in der Hoffnung, selbst ein bisschen am Spekulationsgeschäft zu verdienen. "Das gehört mit zum Geschäft", sagte kürzlich ein US-Farmer im ZDF. Die Konsequenzen sind fatal: In Indien und China verrotten zum Teil schon die Bestände. Für die Landwirte ist es lukrativer, auf steigende Preise zu wetten, als ihre Produkte gleich nach der Ernte zu verkaufen.
Erstens. Die verrotteten Bestände in Asien gehören schon lang nicht mehr den Bauern, sondern dem Staat, der sie als Reserve aufgekauft hatte. Zweitens. Indien und China könnten leicht Anreize für die Bauern schaffen, ihre Lebensmittel zu verkaufen; beide Staaten importieren gigantische Mengen von Agrarrohstoffen zu steigenden Preisen. Und drittens: Die Möglichkeiten eines jeden Bauern, seine Ernte zurückzuhalen, sind naturgemäß eingeschränkt.
Analysten warnen vor einer Kettenreaktion: Steigt in diesem Jahr der Preis für Getreide, so werden Bauern in der kommenden Saison vermehrt Getreide anpflanzen.
Zumindest in der Europäischen Union ist die Landwirtschaft durch Prämien und Zölle so stark gesteuert, dass von einer freien Maktwirtschaft kaum die Rede sein kann und die Vereinten Nationen seit Jahren fordern, diese Überregulierung zu reduzieren. Abgesehen davon: Was soll schon falsch daran sein, Weizen anzubauen, wenn Weizen so stark nachgefragt wird, dass die Preise gestiegen sind?
Der gesamte Artikel unterstellt, dass Spekulanten Rohsoffpreise massiv manipulieren können.
Aber selbst wenn Marktteilnehmer auf höhere Preise in der Zukunft spekulieren, muss zum gegebenen Liefertermin auch genügend Nachfrage und Kapital am Makt sein, um den erhofften höhern Preis zu bezahlen. Das wird jedenfalls nicht eintreten, wenn ein Überangebot an Rohstoffen besteht oder ein Mangel an Kapital herrscht. In diesem Fall hätten sich die Marktteilnehmer schlicht verspekuliert.
Mehr Betrachtungen darüber, wie unser modernes System der Geldschöpfung zu unserer begrenzten Welt passt, finden Sie in Knappes Geld... und knappe Lebensmittel?.
Gute Nacht! Und denken Sie gut.
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Dienstag, 17. August 2010
Bereiten Sie sich auf diese Abfahrt gut vor: Die Welt hat eine Menge Preisdruck zu verteilen. An Sie.
Lebensmittelpreise vor deutlichen Aufwärtsbewegungen
Steigende Nahrungsmittelpreise: Das Leben wird teurer, berichtet das Handelsblatt. Aufschlussreich: Die Hersteller lauern darauf, dass sie höhere Preise am Markt durchsetzen können, da die Rohstoffpreise für Nahrungsmittel deutlich gestiegen sind.
Dass die meisten Hersteller momentan abwarten lässt darauf schließen, dass ihe Gewinne geringer ausfallen werden als erwartet. Aber zu gegebener Zeit wird der Preisdruck an die Konsumenten weitergegeben werden.
Und bei den Preisen für Rohstoffe ist das Ende noch lange nicht in Sicht. Das wahre Ausmaß der kommenden Nahrungsmittelknappheit hat der Markt derzeit weder begriffen noch eingepreist.
Warenpreise vor deutlichen Aufwärtsbewegungen
Im Artikel Konkurrenz zu China: Deutsche Industrie warnt vor Rohstoff-Engpass auf Spiegel Online ist zu erfahen, dass sich die Anzahl der Rohstoffe, auf die Ausfuhrzölle erhoben werden, in den letzten zwei Jahren auf über 1000 mehr als verdoppelt hat, und dass man heutzutage Rohstoffe nicht einfach so am Markt käuflich erwirbt, sondern sie sich strategisch sichern muss.
Wenn man halbwegs informiert ist, weiß man das spätestens seit einem guten Jahr, und auch die Erwähnung der seltenen Erden im Artikel kommt rund anderthalb Jahre zu spät.
Wie auch immer: Klingt das für Sie nach fallenden Preisen? Zumal sich die Information nunmehr ihren Weg bahnt?
Steuern und Gebühren vor deutlichen Aufwärtsbewegungen
Dem hervorragend recherchierten Handelsblatt-Artikel Schuldenlast: Wenn der deutsche Staat zum Gebührenerfinder wird ist, sowohl bezüglich der Darstellung der historischen als auch der aktuellen Entwicklung, nichts hinzuzuügen.
Machen Sie sich darauf gefasst, dass Schulden bezahlt werden müssen.
Gut, das war übertrieben, denn die Staatsverschuldung wird trotz der Erhöhungen von Steuern und Gebühren weiter steigen. Aber wenigstens die Zinszahlungen müssen ja bedient werden.
Ein heikles Gebräu
Die Zentralbanken können so viel Geld schaffen wie sie wollen: Wenn die Banken es nicht verleihen oder die Marktteilnehmer es nicht borgen, stagniert oder schrumpft die Geldmenge weiter.
Verunsicherte Konsumenten, eine stagnierende Geldmenge und wegen Knappheit von Rohstoffen und hoher Verschuldung steigende Preise: Das ist eine heikle Mischung.
Denken Sie gut!
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Steigende Nahrungsmittelpreise: Das Leben wird teurer, berichtet das Handelsblatt. Aufschlussreich: Die Hersteller lauern darauf, dass sie höhere Preise am Markt durchsetzen können, da die Rohstoffpreise für Nahrungsmittel deutlich gestiegen sind.
Dass die meisten Hersteller momentan abwarten lässt darauf schließen, dass ihe Gewinne geringer ausfallen werden als erwartet. Aber zu gegebener Zeit wird der Preisdruck an die Konsumenten weitergegeben werden.
Und bei den Preisen für Rohstoffe ist das Ende noch lange nicht in Sicht. Das wahre Ausmaß der kommenden Nahrungsmittelknappheit hat der Markt derzeit weder begriffen noch eingepreist.
Warenpreise vor deutlichen Aufwärtsbewegungen
Im Artikel Konkurrenz zu China: Deutsche Industrie warnt vor Rohstoff-Engpass auf Spiegel Online ist zu erfahen, dass sich die Anzahl der Rohstoffe, auf die Ausfuhrzölle erhoben werden, in den letzten zwei Jahren auf über 1000 mehr als verdoppelt hat, und dass man heutzutage Rohstoffe nicht einfach so am Markt käuflich erwirbt, sondern sie sich strategisch sichern muss.
Wenn man halbwegs informiert ist, weiß man das spätestens seit einem guten Jahr, und auch die Erwähnung der seltenen Erden im Artikel kommt rund anderthalb Jahre zu spät.
Wie auch immer: Klingt das für Sie nach fallenden Preisen? Zumal sich die Information nunmehr ihren Weg bahnt?
Steuern und Gebühren vor deutlichen Aufwärtsbewegungen
Dem hervorragend recherchierten Handelsblatt-Artikel Schuldenlast: Wenn der deutsche Staat zum Gebührenerfinder wird ist, sowohl bezüglich der Darstellung der historischen als auch der aktuellen Entwicklung, nichts hinzuzuügen.
Machen Sie sich darauf gefasst, dass Schulden bezahlt werden müssen.
Gut, das war übertrieben, denn die Staatsverschuldung wird trotz der Erhöhungen von Steuern und Gebühren weiter steigen. Aber wenigstens die Zinszahlungen müssen ja bedient werden.
Ein heikles Gebräu
Die Zentralbanken können so viel Geld schaffen wie sie wollen: Wenn die Banken es nicht verleihen oder die Marktteilnehmer es nicht borgen, stagniert oder schrumpft die Geldmenge weiter.
Verunsicherte Konsumenten, eine stagnierende Geldmenge und wegen Knappheit von Rohstoffen und hoher Verschuldung steigende Preise: Das ist eine heikle Mischung.
Denken Sie gut!
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