Der Aufruf zum koordinierten Ansturm auf die Banken Europas für den 7. Dezember 2010 hat es ja bis in das eine oder andere etablierte Medium geschafft.
Und? Werden Sie morgen Ihr Geld von Ihrem Konto abheben?
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Freitag, 23. April 2010
50 Cent vom Größten
Wann immer ein Thema Trend wird, entsteht ein bunter Reigen neuer Angebote. Das gilt auch für Ziele. Jeder ist an euren Zielen interessiert. Eure Familie, eure Freunde, euer Arbeitgeber, eure Finanzberater, sogar eure Agentur für Arbeit. Folglich gibt es Bücher über Ziele, Seminare über Ziele, Internetseiten über Ziele. Sie wollen euch vermitteln, wie ihr Ziele erkennt, wie ihr Ziele verfolgt und wie ihr Ziele erreicht.
Mit diesem Zwischenruf möchte ich auf eine besondere Eigenschaft von Zielen hinweisen.
Ziele führen ein garstiges kleines Eigenleben.
Um dies zu illustrieren, ziehe ich ein aktuelles Interview mit einem zeitgenössischen Prominenten heran.
Unser Prominenter empfiehlt, stets nach dem Größten zu streben. Und neben seinem Beruf und seinen sozialen Kontakten ist das Wichtigste für ihn Geld, denn Geld bedeutet für ihn Freiheit.
Hier erkennt der erfahrene Betrachter eine typische Schwäche menschlichen Denkens, denn unser Prominenter hat das Ziel mit dem Weg verwechselt. Sein wahres Ziel: Freiheit. Sein gewählter Weg dorthin: Viel Geld. Doch hat er sich fälschlich das Geld zum Ziel gesetzt.
Dieser Irrtum birgt tragisches Potenzial. Denn damit verbaut sich unser Prominenter die Möglichkeit, den eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Wer den Weg mit dem Ziel verwechselt oder gleichsetzt, läuft Gefahr, niemals anzukommen
Häufig begehen Menschen diesen Irrtum vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrung. Auch bei unserem Prominenten finden wir Indizien dafür.
Er wuchs in extremer Armut auf und lernte bereits als Jugendlicher, dass er sich mit Geld einen gewissen Freiheitsgrad erkaufen konnte. Es ist naheliegend, dass er hieraus schlussfolgerte, mehr Geld bedeute mehr Freiheit. Er ist derart überzeugt von diesem Zusammenhang, dass er glaubt, dass jeder diese Ansicht teilt, der in Armut aufwuchs.
Wie hat unser Prominenter die Erfahrung gemacht, dass er sich mit Geld ein Stück Freiheit erkaufen kann?
Durch kriminelle Handlungen.
So führte eine tragische Kindheit zu einem tragischen Irrtum: Das Ziel der Freiheit mit dem Ziel, viel Geld haben zu wollen, gleichzusetzen.
Doch damit endet die Tragik nicht: Was wäre, wenn unser Prominenter eines Tages unser Finanzsystem verstünde, in dem das Guthaben des Einen durch Schulden Anderer zwingend gedeckt sein muss? Was wäre, wenn dieser Mann verstünde, dass andere Menschen Schulden machen müssen, um ihm seinen Reichtum zu finanzieren? Wäre er, vor dem Hintergrund dieser Kindheit, abgebrüht genug, um nicht berührt zu sein?
Dieses Beispiel lehrt uns drei Dinge über Ziele.
Erstens. Eure Ziele müssen wirkliche Ziele sein, keine Wege. Sonst könnt ihr eure wahren Ziele nicht erreichen. Die etwas überstrapazierte Phrase Der Weg ist das Ziel bedeutet nicht, dass ihr keine Ziele haben solltet, und auch nicht, dass Weg und Ziel dasselbe sind. Sie bedeutet, dass eure Wege zu euren Zielen eure ganze Aufmerksamkeit verdienen. Denn:
Zweitens. Eure Wege und Ziele müssen zu euch und eurer Bestimmung passen, aber eure Wege und Ziele sind nicht eure Bestimmung. Auf euren Wegen werdet ihr immer wieder feststellen, dass die Welt sich verändert, dass ihr euch verändert. Dann solltet ihr neue Wege, neue Ziele wählen. Und:
Drittens. Geht wohlwollend mit euch, euren Zielen und euren Wegen um. Wenn ihr an perfekte Pläne glaubt, werden eure Pläne nicht mehr euch dienen, sondern ihr werdet vielmehr euren Plänen dienen.
Das zumindest ist das Gegenteil von Freiheit.
Es ist Zeit für eine Enthüllung. Unser Prominenter ist der US-amerikanische Gangsta-Rapper 50 Cent. Schaut euch Bilder von ihm an, hinterfragt seinen Künstlernamen. Meist sieht er sehr traurig aus.
Ich glaube nicht, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Er wird im Sommer 35.

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Mit diesem Zwischenruf möchte ich auf eine besondere Eigenschaft von Zielen hinweisen.
Ziele führen ein garstiges kleines Eigenleben.
Um dies zu illustrieren, ziehe ich ein aktuelles Interview mit einem zeitgenössischen Prominenten heran.
Unser Prominenter empfiehlt, stets nach dem Größten zu streben. Und neben seinem Beruf und seinen sozialen Kontakten ist das Wichtigste für ihn Geld, denn Geld bedeutet für ihn Freiheit.
Hier erkennt der erfahrene Betrachter eine typische Schwäche menschlichen Denkens, denn unser Prominenter hat das Ziel mit dem Weg verwechselt. Sein wahres Ziel: Freiheit. Sein gewählter Weg dorthin: Viel Geld. Doch hat er sich fälschlich das Geld zum Ziel gesetzt.
Dieser Irrtum birgt tragisches Potenzial. Denn damit verbaut sich unser Prominenter die Möglichkeit, den eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Wer den Weg mit dem Ziel verwechselt oder gleichsetzt, läuft Gefahr, niemals anzukommen
Häufig begehen Menschen diesen Irrtum vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrung. Auch bei unserem Prominenten finden wir Indizien dafür.
Er wuchs in extremer Armut auf und lernte bereits als Jugendlicher, dass er sich mit Geld einen gewissen Freiheitsgrad erkaufen konnte. Es ist naheliegend, dass er hieraus schlussfolgerte, mehr Geld bedeute mehr Freiheit. Er ist derart überzeugt von diesem Zusammenhang, dass er glaubt, dass jeder diese Ansicht teilt, der in Armut aufwuchs.
Wie hat unser Prominenter die Erfahrung gemacht, dass er sich mit Geld ein Stück Freiheit erkaufen kann?
Durch kriminelle Handlungen.
So führte eine tragische Kindheit zu einem tragischen Irrtum: Das Ziel der Freiheit mit dem Ziel, viel Geld haben zu wollen, gleichzusetzen.
Doch damit endet die Tragik nicht: Was wäre, wenn unser Prominenter eines Tages unser Finanzsystem verstünde, in dem das Guthaben des Einen durch Schulden Anderer zwingend gedeckt sein muss? Was wäre, wenn dieser Mann verstünde, dass andere Menschen Schulden machen müssen, um ihm seinen Reichtum zu finanzieren? Wäre er, vor dem Hintergrund dieser Kindheit, abgebrüht genug, um nicht berührt zu sein?
Dieses Beispiel lehrt uns drei Dinge über Ziele.
Erstens. Eure Ziele müssen wirkliche Ziele sein, keine Wege. Sonst könnt ihr eure wahren Ziele nicht erreichen. Die etwas überstrapazierte Phrase Der Weg ist das Ziel bedeutet nicht, dass ihr keine Ziele haben solltet, und auch nicht, dass Weg und Ziel dasselbe sind. Sie bedeutet, dass eure Wege zu euren Zielen eure ganze Aufmerksamkeit verdienen. Denn:
Zweitens. Eure Wege und Ziele müssen zu euch und eurer Bestimmung passen, aber eure Wege und Ziele sind nicht eure Bestimmung. Auf euren Wegen werdet ihr immer wieder feststellen, dass die Welt sich verändert, dass ihr euch verändert. Dann solltet ihr neue Wege, neue Ziele wählen. Und:
Drittens. Geht wohlwollend mit euch, euren Zielen und euren Wegen um. Wenn ihr an perfekte Pläne glaubt, werden eure Pläne nicht mehr euch dienen, sondern ihr werdet vielmehr euren Plänen dienen.
Das zumindest ist das Gegenteil von Freiheit.
Es ist Zeit für eine Enthüllung. Unser Prominenter ist der US-amerikanische Gangsta-Rapper 50 Cent. Schaut euch Bilder von ihm an, hinterfragt seinen Künstlernamen. Meist sieht er sehr traurig aus.
Ich glaube nicht, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Er wird im Sommer 35.
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Montag, 30. November 2009
Endlich gute Nachrichten
Irgendwie alles spät dran, dieses Jahr, oder?
Das Novemberwetter hat es gerade noch so in den November hinein geschafft. Bin ich froh. Im Dezember hätte ich es nicht haben wollen.
Und nun auch noch die US-Zentralbank Federal Reserve. In einem professionell gemachten Infomercial erklärt sie den US-Bürgern ihre Kreditkarten. Ein bisschen spät, aber dafür gründlich:
1. Zahlen Sie Ihre Kreditkartenrechnung pünktlich, sonst können Zusatzgebühren anfallen.
2. Überziehen Sie Ihr Kreditlimit nicht, sonst können Zusatzgebühren anfallen.
3. Vermeiden Sie Zusatzgebühren, beispielsweise für unpünktliche Zahlungen oder die Überschreitung Ihres Kreditlimits.
4. Zahlen Sie monatlich mehr zurück als das Minimum. So werden Ihre Schulden im Laufe der Zeit weniger.
5. Lesen Sie Mitteilungen Ihres Kreditkartnunternehmens bezüglich Änderungen der Geschäftsbedingungen und agieren Sie entsprechend.
Letzte Zweifel daran, dass ein paar Dutzend Millionen US-Kreditkarteninhaber tatsächlich vermittels ihrer eigenen Überschuldung für die wirtschaftliche Entwicklung der letzten zwei Dekaden verantwortlich zeichnen, sind endlich ausgeräumt: Die haben das einfach nicht verstanden. Bislang.
Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst.
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Das Novemberwetter hat es gerade noch so in den November hinein geschafft. Bin ich froh. Im Dezember hätte ich es nicht haben wollen.
Und nun auch noch die US-Zentralbank Federal Reserve. In einem professionell gemachten Infomercial erklärt sie den US-Bürgern ihre Kreditkarten. Ein bisschen spät, aber dafür gründlich:
1. Zahlen Sie Ihre Kreditkartenrechnung pünktlich, sonst können Zusatzgebühren anfallen.
2. Überziehen Sie Ihr Kreditlimit nicht, sonst können Zusatzgebühren anfallen.
3. Vermeiden Sie Zusatzgebühren, beispielsweise für unpünktliche Zahlungen oder die Überschreitung Ihres Kreditlimits.
4. Zahlen Sie monatlich mehr zurück als das Minimum. So werden Ihre Schulden im Laufe der Zeit weniger.
5. Lesen Sie Mitteilungen Ihres Kreditkartnunternehmens bezüglich Änderungen der Geschäftsbedingungen und agieren Sie entsprechend.
Letzte Zweifel daran, dass ein paar Dutzend Millionen US-Kreditkarteninhaber tatsächlich vermittels ihrer eigenen Überschuldung für die wirtschaftliche Entwicklung der letzten zwei Dekaden verantwortlich zeichnen, sind endlich ausgeräumt: Die haben das einfach nicht verstanden. Bislang.
Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst.
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Montag, 24. August 2009
Quo vadis?
Die Welt leidet unter Stimmungsschwankungen. Was wohl dagegen hilft?
USA
Die US-Gesundheitsreform ist gescheitert. Viele Menschen sehen das anders. Das ändert nichts. Die Mainstream-Meien berichten von angeblichen Verhandlungserfolgen und nur wenige fragen, wie diese erreicht wurden und welche Gegenleistungen wohl fällig werden. Und daran, dass erhebliche Summen im US-Gesunheitssystem von Betrügern abgegriffen werden wird sich mit den neuen Plänen auch nichts ändern.
Ist es Ihnen aufgefallen? Bislang war US-Präsident Obama stets gut gelaunt und in bester Form in den Medien präsent. Das hat sich am Wochenende geändert.
Plötzlich sieht man die absehbare US-Staatsverschuldung kritisch. Richtig neu oder überraschend sind die Zahlen indes nicht.
Und die Insolvenzen von US-Banken finden auch kein Ende.
US-Dollar
Zwei, drei Jahrzehnte lang hat sich der US-Verbraucher hoffnungslos überschuldet und gekauft, wonach ihm gerade der Sinn stand.
Jetzt entdeckt der US-Verbraucher den Einkauf 3.0, den real vituellen Einkauf: Er legt Dinge in seinen Einkaufswagen und entscheidet sich kurz vor der Kasse dann doch dagegen. Sowohl im Internet als auch in Geschäften.
Zur Erinnerung: Wirtschaft wird von Nachfrage getrieben.
Quo vadis?
Wohin geht die Reise?
Wer wüsste das schon.
Ich habe aber den Eindruck dass die Tonart in den Medien gewechselt hat. Euphorie in friedlicher Koexistenz mit substanzieller Kritik. Hohe Nervosität an den Mäkten, getrieben von der Suche nach der richtigen Geldanlage.
Und die weiter gärende Frage: US-Dollar-Abwertung oder nicht?
Für mich sieht es danach aus als würden die USA eine Abwertung des US-Dollar zunächst an den Finanzmärkten provozieren wollen; dabei kann man zunächst davon ausgehen dass sich die Situation relativ gut unter Kontrolle halten lässt. Was die Märkte daraus machen ist die große Frage; aber im Zweifel könnte ein Präsient wie schon ein anderer vor ihm auf Spekulanten schimpfen und zu drastischen Maßnahmen geifen. Aber wer weiß.
Die Welt leidet unter Stimmungsschwankungen. Was dagegen hilft?
Denken Sie gut.
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USA
Die US-Gesundheitsreform ist gescheitert. Viele Menschen sehen das anders. Das ändert nichts. Die Mainstream-Meien berichten von angeblichen Verhandlungserfolgen und nur wenige fragen, wie diese erreicht wurden und welche Gegenleistungen wohl fällig werden. Und daran, dass erhebliche Summen im US-Gesunheitssystem von Betrügern abgegriffen werden wird sich mit den neuen Plänen auch nichts ändern.
Ist es Ihnen aufgefallen? Bislang war US-Präsident Obama stets gut gelaunt und in bester Form in den Medien präsent. Das hat sich am Wochenende geändert.
Plötzlich sieht man die absehbare US-Staatsverschuldung kritisch. Richtig neu oder überraschend sind die Zahlen indes nicht.
Und die Insolvenzen von US-Banken finden auch kein Ende.
US-Dollar
Zwei, drei Jahrzehnte lang hat sich der US-Verbraucher hoffnungslos überschuldet und gekauft, wonach ihm gerade der Sinn stand.
Jetzt entdeckt der US-Verbraucher den Einkauf 3.0, den real vituellen Einkauf: Er legt Dinge in seinen Einkaufswagen und entscheidet sich kurz vor der Kasse dann doch dagegen. Sowohl im Internet als auch in Geschäften.
Zur Erinnerung: Wirtschaft wird von Nachfrage getrieben.
Quo vadis?
Wohin geht die Reise?
Wer wüsste das schon.
Ich habe aber den Eindruck dass die Tonart in den Medien gewechselt hat. Euphorie in friedlicher Koexistenz mit substanzieller Kritik. Hohe Nervosität an den Mäkten, getrieben von der Suche nach der richtigen Geldanlage.
Und die weiter gärende Frage: US-Dollar-Abwertung oder nicht?
Für mich sieht es danach aus als würden die USA eine Abwertung des US-Dollar zunächst an den Finanzmärkten provozieren wollen; dabei kann man zunächst davon ausgehen dass sich die Situation relativ gut unter Kontrolle halten lässt. Was die Märkte daraus machen ist die große Frage; aber im Zweifel könnte ein Präsient wie schon ein anderer vor ihm auf Spekulanten schimpfen und zu drastischen Maßnahmen geifen. Aber wer weiß.
Die Welt leidet unter Stimmungsschwankungen. Was dagegen hilft?
Denken Sie gut.
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Donnerstag, 13. August 2009
Lächeln ist so einfach: Die Mär vom Ende der Rezession
Heute überschlagen sich die Meldungen, die ein Ende der Rezession in Deutschland verkünden.
Wie immer haben wir nichts dagegen, auch wenn es Unsinn ist.
Die Party basiert auf der Schnellschätzung für die Bruttoinlandsprodukte in der EU von eurostat für April bis Juni 2009.
Da steht zu lesen dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 0,3% gestiegen sei.
Das ist laut eurostat ein saisonbereinigter Wert inklusive Arbeitstagkorrektur.
Nun lagen in diesem Jahr der Karfreitag und der Ostermontag im April, also im zweiten Quartal, während sie im letzten Jahr im März lagen, also im ersten Quartal. Und Christi Himmelfahrt fiel letztes Jahr auf den 1. Mai, der ohnehin schon Feiertag ist, dieses Jahr aber auf den 21. Mai. Damit hatte das zweite Quartal 2009 drei auf Arbeitstage fallende bundeseinheitliche Feiertage weniger als das zweite Quartal 2008. Eine genaue Betrachtung ergibt 61 Arbeitstage in 2009 gegenüber 63 Arbeitstagen in 2008. Der Unterschied beträgt über 3%.
Was die sonstige Saisonbereinigung betrifft... will ich im Moment gar nicht wissen wohni sie die Zahl getrieben hat.
Es reicht mir schon dass das Bruttoinlandsprodukt außerdem preisbereinigt ist und hier zuletzt angeblich deflationäre Tendenzen gemessen wurden. Dadurch erscheint das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ebenfalls höher.
Und schließlich fließt noch die Differenz zwischen Exporten und Importen in das BIP ein. Anders (und grob) gesagt, wenn sich deutsche Verbraucher im Februar verschulden um französische Autos zu kaufen dann sinkt das für März ausgewiesene deutsche Bruttoinlandsprodukt um den Fahrzeugwert. Wenn dieser Trend dann nachlässt und im April weniger Fahrzeuge importiert werden steigt das ausgewiesene BIP wieder.
Dass die eurostat-Meldung über den Rückgang der Industrieproduktion in der Eurozone von Mai auf Juni 2009 übersehen wird passt nur ins Bild: Mehr schlechte Nachrichten sind im Moment einfach nicht gewünscht.
Guten Tag, und denken Sie gut.
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Wie immer haben wir nichts dagegen, auch wenn es Unsinn ist.
Die Party basiert auf der Schnellschätzung für die Bruttoinlandsprodukte in der EU von eurostat für April bis Juni 2009.
Da steht zu lesen dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 0,3% gestiegen sei.
Das ist laut eurostat ein saisonbereinigter Wert inklusive Arbeitstagkorrektur.
Nun lagen in diesem Jahr der Karfreitag und der Ostermontag im April, also im zweiten Quartal, während sie im letzten Jahr im März lagen, also im ersten Quartal. Und Christi Himmelfahrt fiel letztes Jahr auf den 1. Mai, der ohnehin schon Feiertag ist, dieses Jahr aber auf den 21. Mai. Damit hatte das zweite Quartal 2009 drei auf Arbeitstage fallende bundeseinheitliche Feiertage weniger als das zweite Quartal 2008. Eine genaue Betrachtung ergibt 61 Arbeitstage in 2009 gegenüber 63 Arbeitstagen in 2008. Der Unterschied beträgt über 3%.
Was die sonstige Saisonbereinigung betrifft... will ich im Moment gar nicht wissen wohni sie die Zahl getrieben hat.
Es reicht mir schon dass das Bruttoinlandsprodukt außerdem preisbereinigt ist und hier zuletzt angeblich deflationäre Tendenzen gemessen wurden. Dadurch erscheint das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ebenfalls höher.
Und schließlich fließt noch die Differenz zwischen Exporten und Importen in das BIP ein. Anders (und grob) gesagt, wenn sich deutsche Verbraucher im Februar verschulden um französische Autos zu kaufen dann sinkt das für März ausgewiesene deutsche Bruttoinlandsprodukt um den Fahrzeugwert. Wenn dieser Trend dann nachlässt und im April weniger Fahrzeuge importiert werden steigt das ausgewiesene BIP wieder.
Dass die eurostat-Meldung über den Rückgang der Industrieproduktion in der Eurozone von Mai auf Juni 2009 übersehen wird passt nur ins Bild: Mehr schlechte Nachrichten sind im Moment einfach nicht gewünscht.
Guten Tag, und denken Sie gut.
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