Die Fondsgesellschaft der Sparkassen korrigierte am Freitag ihr wirtschaftliches Ergebnis um 96,4 Mio. Euro auf 71,5 Mio. Euro nach unten. Damit ist die zentrale Ertragskennziffer der Deka um 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfer sei ein neues Portfolio von Finanzinstrumenten aufgefallen, mit dem die Dekabank ihre überschüssige Liquidität habe langfristig anlegen wollen, sagte ein Sprecher. Dieses sei aber zu Anschaffungskosten angesetzt und nicht auf den Marktwert abgeschrieben worden. Zur Größe und zur Art der Geldanlage wollte er sich nicht äußern.
Wäre die DekaBank eine US-amerikanische Bank, hätte sie ihre Investition ganz legal mit einem Phantasiewert beziffern dürfen. Unter den strengeren Bilanzierungsregeln für EU-Banken ist das jedoch nicht erlaubt.
Durch dieses Ungleichgewicht droht die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung, so dass EU-Banken einen starken Anreiz haben, die Bilanzierungsunterschiede in der Praxis so gut wie möglich auszugleichen. Ob dann später notwendig werdende Nachbesserungen im derzeitigen Stimmungsumfeld vertrauensfördernd sind steht jedoch auf einem anderen Blatt.
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