Von welcher Bankenlandschaft reden wir denn? Deutschland war Weltmeister in riskanten Bankgeschäften. Nirgendwo auf der Welt, auch nicht in Amerika, haben sich Banken mit größerer Bereitschaft in unkalkulierbare Risiken gestürzt, allen voran die Landesbanken. Das hat jetzt dramatische Folgen für den deutschen Steuerzahler.
Eine Veröffentlichung des US-Finanzministeriums über die Derivate-Volumina bei Finanzinistituten im vierten Quartal 2008 nennt bereits riesige Beträge. In dieser Liste taucht die US-Tochter der Deutschen Bank unter den ersten 25 Instituten auf.
Wenn Günter Verheugen Recht hat und deutsche Banken mehr Derivate halten als US-Banken dann dürften uns noch einige Überraschungen bevorstehen. In dem Fall stellt sich die Frage, um was für Derivate es sich handelt und wie (beziehungsweise: ob) die Institute sie derzeit in ihren Bilanzen führen, denn die Bilanzierungsregeln für deutsche Institute sind diesbezüglich strenger als für US-amerikanische.
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