US-Banken-Stress-Test: Ergebnisse möglicherweise verhandelt
Anscheinend sind inzwischen vertrauliche Details über die (anhand der Zahlen eigentümlich anmutende) Ergebnisfindung im US-Bank-Stress-Tests durchgesickert: Die Ergebnisse wurden offenbar nachverhandelt.
Die Stress-Tests basieren auf Selbstauskünften der betroffenen Banken. Im Verlauf der Stress-Tests wurde zudem eine erhebliche Lockerung der Bilanzierungsregeln beschlossen.
Deutsche Banken kurzfristig bedroht
Für EU-Banken gelten strengere Bilanzierungsregeln als für US-Banken. Deutschland hat außerdem noch keine Mechanismen zur Entsorgung toxischer Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken entwickelt. Nun wurde die Kreditwürdigkeit der meisten Landesbanken herabgestuft. WestLB-Chef Heinz Hilgert hat daraufhin bestätigt, was zu befürchten stand: "Wenn bis zum Sommer nichts passiert, sind nicht nur die meisten Landesbanken bedroht."
Chef der New Yorker Federal Reserve tritt zurück
Die Verflechtungen zwischen Wall-Street-Banken, US-Politik und US-Zentralbank (die eine Privatbank ist und ihre Gewinne an ihre Eigentümer abführt) sind vielfältig. Stephen Friedman, Aufsichtsratsvorsitzender der New Yorker Federal Reserve, ist nun zurückgetreten, nachdem er mit Insider-Geschäften erhebliche Gewinne erzielt hatte... in seiner Position war es keine Kunst vorherzusehen wie die Märkte auf bestimmte Ankündigungen reagieren würden. Das Handelsblatt beleuchtet Friedmans Rücktritt und die Verflechtungen von Goldman Sachs mit der privaten, profitorientiert arbeitenden US-Zentralbank und der Regierung.
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