Schön, dass wir uns alle auf Irland und Testkoffer konzentrieren. Die Berichterstattung über beides verlief ja eigentümlich genug.
Im Fall des Koffers hat die Angst zum Glück nicht dazu geführt, dass alle Medien die Fehlinformationen übernommen haben, der Koffer habe sich an Bord eines Flugzeuges befunden. Er wäre ja auch nie an Bord eines Flugzeugs gelangt.
Im Fall Irlands stimmt nachdenklich, dass sich die Überschriften und der Tonfall zu einem bestimmten Zeitpunkt umschlugen, obwohl auf Sachebene keine inhaltliche Veränderung der Nachrichten erkennbar war.
Wer die Meldungen der Nachrichtenagentur Reuters verfolgt, weiß auch schon, dass Portugal als nächstes an der Reihe sein wird. Dort hat die Opposition verlautbaren lassen, dass das Defizit Portugals von der Regierung in erheblichem Maße zu niedrig ausgewiesen wird: Die Neuverschuldung belaufe sich auf 9,5% statt 7,3% des Bruttoinlandprodukts und die Gesamtverschuldung auf 112% statt 82%.
Wir wissen nicht genau, wie das den Redaktionen der deutschen Massenmedien entgehen konnte.
Es darf jedoch bezweifelt werden, dass hierdurch das Vertrauen in der Eurozone wächst.
Die Euozone steht damit in der Tat vor den Alternativen, entweder eine Transfergemeinschaft (vorrangig auf Kosten Deutschlands) zu werden oder aber Deutschland aus der Währungsunion zu entlassen.
Denken Sie gut!
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http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E4D44FB9778664CB6A692FC948A794418~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Der neue Vorsitzende der EU-Finanzminister, Ungarns Ressortchef György Matolcsy, sagte am Dienstag bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen, es könne sein, „dass der Euro noch über ein Jahrzehnt hinweg gefährdet ist.“
http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-ministertreffen-ungarn-provoziert-mit-horror-prognose-zum-euro;2734142