Im Januar spekulierten wir, dass im Jahr 2010 der Keynesianismus zu Grabe getragen werden könne, weil deutlich werde, dass er mehr schadet als nützt. Nun unterstützt uns überraschend die Filiale der US-Zentralbank Federal Reserve in Dallas.
In ihrem Economic Letter Band 5, Ausgabe 8 vom August 2010 (Can the Nation Stimulate Its Way to Prosperity?) stellt sie die prognostizierte Arbeitslosigkeit in den USA mit und ohne Stimulusprogramm der tatsächlichen Entwicklung gegenüber. Diese Gegenüberstellung bedarf im Grunde keines Kommentars. Der Autor redet sich damit heraus, dass man ja nicht habe wissen können, wie schlimm es ohne Stimulus geworden wäre. Die Wahrheit wird wohl sein, dass beides gilt. Stimulus-Programme sind wirkungslos und auf aktuellen Verschuldungsniveaus fahrlässig, denn jedes Stimulus-Programm muss einmal enden, aber die Stimulus-Schulden müssen dann bedient werden. Und die meisten Wirtschaftsprognosen sind wohl nicht allzu präzise. Schließlich hätte man im vorliegenden Fall einen Anreiz gehabt, die wirtschaftliche Entwicklung schlechter einzuschätzen als wirklich zu befüchten stand.
Denken Sie gut.
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