Für einige Zeit sah es so aus, als hätten die etablierten Medien aufgeholt, als würden sie nicht mehr so weit hinterherhinken, als könne ihr Vokabular die Ereignisse beschreiben. Inzwischen haben die Geschehnisse die Medien ein weiteres Mal überrumpelt und es ist schwer, Sachverstand und Neutralität auszumachen.
Im Grunde ist das nicht überraschend. Medien können nur mit Werbepartnern überleben und müssen die Menschen erreichen. Nüchterne Analysen sind langweilig, besonders wenn an jeder Ecke etwas Anderes zu hören ist.
denkfaul.de wird immer noch werbefrei betrieben und bleibt der Wahrheitsfindung verschrieben. Wenn wir Unsinn schreiben, dann nur, weil wir ihn versehentlich glauben. Diskutieren Sie mit uns, wenn Sie anderer Ansicht sind.
Den folgenden zwei Wahrheiten über den Euro wird hierzulande viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil.
Der Wechselkurs EUR/USD
Der Wechselkurs zwischen dem Euro und dem US-Dollar korreliert seit einiger Zeit mit dem Verhältnis der Bilanzsummen der für die Währungen verantwortlichen Zentralbanken. Kleinere Änderungen erfolgen aufgrund anderer Faktoren, aber die übergeordneten Trends werden ganz offenkundig hiervon bestimmt.
Was noch nicht gut verstanden ist, ist der Grund hierfür. Eine der spannenden Fragen ist, welche Mechanismen vorher den Wechselkurs bestimmt haben, und warum sie nicht mehr bestimmend sind.
Was meinen Sie?
Die Eurozone ist insolvent und illiquide
Bei Anbeginn der Krise handelte es sich noch um eine Solvenzkrise, die unglücklicherweise mit Liquidität bekämpft wurde.
In der Eurozone hat sich die Krise inzwischen zu einer Solvenz- und Liquiditätskrise ausgeweitet.
Das ist dadurch belegt, dass die europäische Zentralbank kürzlich die Kriterien für eintauschbare Sicherheiten noch einmal gesenkt hat. Dies würde sie auf keinen Fall tun, wenn es im Eurosystem noch genügend Sicherheiten von nennenswerter Qualität gäbe.
Die Ursache hierfür hatten wir bereits dargelegt. Die Eurozone stellt das größte Bankensystem der Welt, in dem sich jedoch zwei Drittel aller Verbindlichkeiten auf Partner innerhalb der Eurozone selbst beziehen. Damit sieht sie sich naturgemäß der Gefahr einer selbstbezüglichen Abwärtsspirale gegenüber.
Was sonst noch war
Die Darstellungen darüber, dass Israel wegen der möglichen atomaren Waffen Irans atomar bewaffnete U-Boote benötigt, können wir nicht nachvollziehen. Es gibt etablierte Betrachtungsmethoden, die wir bereits dargelegt hatten, und die das Gegenteil besagen: Atomar bewaffnete U-Boote, die ihre Position ändern können, ermöglichen den Aufbau der Drohkulisse eines erfolgreichen atomaren Erstschlags, während die bloße Existenz stationärer Atomraketen (über die der Iran bestenfalls verfügt) strategisch ausschließlich zur Abwehr taugt. Das ist keine Geheimwissenschaft, sondern lässt sich schon mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen.
Zum Glück hat das peinliche Geschwätz über Euro-Rettungsmaßnahmen Chinas nachgelassen. Monatelang haben uns desinformierte Eurokraten mit den etablierten Medien als Sprachrohr damit belästigt. Gelegentlich liest man jetzt, dass die Chinesen in Europa Firmen oder andere Werte erwerben. Das ist klüger als in die ständig geänderten, teilweise immer noch nicht existierenden, unterfinanzierten und mit zu wenig Sachverstand aufgesetzten Rettungsmechanismen zu investieren, die die Eurozone sich als Kompromiss im Vorbeigehen ausdenkt.
Aber denken Sie ruhig, was Sie wollen.
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