Wer auf eine viel versprechende Party eingeladen wird geht natürlich hin. Und wer hingeht und nicht mitfeiert wenn dort die Stimmung stimmt wird sicherlich recht bald als komischer Kauz abgestempelt werden.
Wenn dann Gerüchte auftauchen die besagen dass es bei dieser Party nicht mit rechten Dingen zugeht kommt es auf mehrere Aspekte an: Die eigene Stimmung, die Art der Gerüchte, die eigenen Moralvorstellungen, geltendes Recht, die eigenen Interessen und das soziale Gefüge. In jedem Fall braucht sich niemand zu wundern wenn er nie wieder eingeladen wird nachdem er schlecht über den Gastgeber geredet hat.
Und so möchte ich heute den USA danken. So teuer wie die USA hat noch nie jemand mein ausdauerndes herzliches Lachen bezahlt. Und ich habe nichts, aber auch gar nichts, dagegen dass die USA das wiederholen. Erstens lache ich gern. Und zweitens muss ich ja nicht dafür bezahlen. Jedenfalls nicht direkt.
Was mich heute nachhaltig erheitert hat war der Blick auf die Kursentwicklung des Dow Jones Industrial Average Index von gestern, Freitag, 29. Mai 2009.
Einen Moment lang hatte ich tatsächlich geglaubt, dass vielleicht kurz vor Handelsschluss eine wirklich gute Nachricht bekannt geworden sei. In den Börsennachrichten fand ich dann diese Perle bei der Financial Times Deutschland:
Erst wenige Minuten vor Handelsende und ohne börsenrelevante Nachrichten setzte die Wall Street zu einem erstaunlichen Schlusspurt an: Der Dow Jones machte innerhalb von 20 Minuten rund 100 Punkte gut. Händlern fiel zur Begründung ein, die Marktteilnehmer hätten sich - nach langem Zögern - entschieden, die vorgelegten Konjunkturdaten positiv zu interpretieren. [Hervorhebungen durch mich]
Eleganter kann man sich als Börsenkommentator kaum von den Äußerungen der Händler distanzieren.
Eine sinnvollere Begründung als die Händler könnte uns vielleicht
Dan Shaffer liefern, der genau solche grundlosen Mini-Kursrallyes zu Handelsschluss in den letzten Wochen mehrfach beobachtet hat.
Ob manipuliert oder nicht: Die Kursentwicklungen an den Aktienbörsen bringen so manchen Kommentator, Analysten und Experten in Bedrängnis. Hier ein Beispiel:
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