Heute überschlagen sich die Meldungen, die ein Ende der Rezession in Deutschland verkünden.
Wie immer haben wir nichts dagegen, auch wenn es Unsinn ist.
Die Party basiert auf der Schnellschätzung für die Bruttoinlandsprodukte in der EU von eurostat für April bis Juni 2009.
Da steht zu lesen dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 0,3% gestiegen sei.
Das ist laut eurostat ein saisonbereinigter Wert inklusive Arbeitstagkorrektur.
Nun lagen in diesem Jahr der Karfreitag und der Ostermontag im April, also im zweiten Quartal, während sie im letzten Jahr im März lagen, also im ersten Quartal. Und Christi Himmelfahrt fiel letztes Jahr auf den 1. Mai, der ohnehin schon Feiertag ist, dieses Jahr aber auf den 21. Mai. Damit hatte das zweite Quartal 2009 drei auf Arbeitstage fallende bundeseinheitliche Feiertage weniger als das zweite Quartal 2008. Eine genaue Betrachtung ergibt 61 Arbeitstage in 2009 gegenüber 63 Arbeitstagen in 2008. Der Unterschied beträgt über 3%.
Was die sonstige Saisonbereinigung betrifft... will ich im Moment gar nicht wissen wohni sie die Zahl getrieben hat.
Es reicht mir schon dass das Bruttoinlandsprodukt außerdem preisbereinigt ist und hier zuletzt angeblich deflationäre Tendenzen gemessen wurden. Dadurch erscheint das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ebenfalls höher.
Und schließlich fließt noch die Differenz zwischen Exporten und Importen in das BIP ein. Anders (und grob) gesagt, wenn sich deutsche Verbraucher im Februar verschulden um französische Autos zu kaufen dann sinkt das für März ausgewiesene deutsche Bruttoinlandsprodukt um den Fahrzeugwert. Wenn dieser Trend dann nachlässt und im April weniger Fahrzeuge importiert werden steigt das ausgewiesene BIP wieder.
Dass die eurostat-Meldung über den Rückgang der Industrieproduktion in der Eurozone von Mai auf Juni 2009 übersehen wird passt nur ins Bild: Mehr schlechte Nachrichten sind im Moment einfach nicht gewünscht.
Guten Tag, und denken Sie gut.
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i) Am Ende des Tages muss Geld irgendwo herkommen. Verschuldet sich die Regierung ohne die Steuern zu erhöhen müsste es einen erheblichen Aufschwung geben um mit bestehenden Steuersätzen für die Schulden aufzukommen.
ii) Wirtschaft wird von Menschen gemacht und in letzter Instanz entscheidet der Konsument, was er kauft. In Japan steigt die Sparquote seit zwei Jahrzehnten weil die Menschen aufgrund ihrer Stimmung weniger Geld ausgeben. Sämtliche Versuche das zu ändern sind fehlgeschlagen.