Die USA und der US-Dollar (mithin die Wall Street) bilden den Mittelpunkt der Investoren-Welt. Der US-Dollar kämpft mit seiner dualen Rolle als nationale Währung und Leitwährung. Die Kaufkraft der US-Amerikaner sinkt durch steigende Arbeitslosigkeit, zugleich steigt die Sparquote und die Wirtschaftsleistung schrumpft. Um überhaupt eine Zukunft als Industrienation zu haben müssen die USA mehr exportieren. Um diesen Umbau zu bewerkstelligen benötigen die USA viel Liquidität.
Hierfür besteht Spielraum, den die USA nutzen können und der außerdem nur eine logische Fortsetzung der zurzeit vermutlich praktizierten monetären Strategie darstellt. Zeit für eine Betrachtung.
Übrigens: Bereits in der Vergangenheit haben die USA Staatsanleihen begeben die nicht auf US-Dollar lauteten.
Sonntag, 2. August 2009
Gedankenspiel: Emission auf Fremdwährung lautender US-Staatsanleihen
Bedienen wir uns einer auf logischen Stufen basierenden Sichtweise:
Stufe eins der Kapitalbeschaffung eines Staates basiert auf der Emission von Anleihen, die überwiegend von nationalen Banken und Investoren gezeichnet werden.
Stufe zwei involviert ausländische Investoren in zunehmendem Maße. Diese Stufe haben die USA bis an die Grenze ausgereizt. Hierbei kam ihnen ihr Handelsdefizit zugute: Ausländische Investoren investierten ihre überschüssigen US-Dollar in US-Staatsanleihen. Entstanden ist eine Koabhängigkeit besonders mit China, in zweiter Linie mit Japan und danach mit den anderen größeren Invesoren in US-Anleihen.
Für Koabhängigkeiten gibt es drei mögliche Wege in die Zukunft. Erstens: Man führt sie fort. Hierzu bedarf es immer größerer Dosen des Bindemittels. Zweitens: Man transformiert sie. Hierzu bedarf es schmerzhafter Umstrukturierungen und, sofern Fairness angestrebt wird, viel Vertrauen. Drittens: Man bricht sie mit großem Energieaufwand und Schaden.
Wir können ausklammern dass ernsthaftes Interesse an der dritten Variante besteht. Die zweite Variante haben wir bereits andernorts betrachtet. Widmen wir uns nun der ersten.
Sie führt zur dritten Stufe der Kapitalbeschaffung eines Staates. In dieser weitet die Zentralbank die Geldmenge aus, um die Anleihen des Staates zu erwerben. Dies wird seit Monaten betrieben.
In Stufe vier weitet die Zentralbank die Geldmnge aus und stellt anderen Zentralbanken Mittel zur Verfügung um die Staatsanleihen zu stützen. Vermutlich ist das ebenfalls bereits der Fall.
Was folgt?
In Stufe fünf/sechs begibt der Staat Anleihen in Fremdwährungen und zieht Kapital von Investoren des jeweiligen Währungsraums an.
In Stufe sieben weitet die Zentralbank des fremden Währungsraums ihre Geldmenge aus und erwirbt die ausländischen Anleihen in ihrer eigenen Währung.
In Stufe acht kauft die Zentralbank des emittierenden Staates die eigenen, auf Fremdwährung lautenden Anleihen mit den Devisen, die sie im Rahmen der Devisen-Swaps aus Schritt vier und/oder danach erhalten hat, und/oder unter Ausweitung der nationalen Geldmenge und Umtausch in die entsprechende Fremdwährung.
Dialektik
Ebenso wie Inflation und Deflation, die zugleich auftreten können, kann der US-Dollar zugleich als Leitwährung bestätigt und gestützt sowie sein gleichförmiger weiterer Niedergang besiegelt werden. Dies ist wie immer an Märkten eine Frage der kollektiven Stimmung; in diesem Fall eine Frage der kollektiven Stimmung der Zentralbanken vorrangig der Erozone, Großbritanniens, Japans und Chinas. Durch ihre Einstellung zu weiteren Devisen-Swaps mit der US-Zentralbank und Anleihen-Käufen sowie ihr Verhalten in Stufe sieben werden sie grob den Abstand festlegen können, den der US-Dollar bei seiner inflationären Entwertung zu ihren jeweiligen Währungen hat.... denn bei der Betrachtung von monetären Effekten ist es wichtig zu schauen wann wo welche Geldmengen gebunden und freigesetzt werden.
Betrachten wir auch die Möglichkeit, dass sich Zentralbanken den Schritten verweigern. Im Fall einer einzelnen Zentralbank würde dies kaum die Stabilität des Gesamtsystems gefährden. Wahrscheinlich würde dieses Verhalten zu einer relativen Stärkung der Währung der einzelnen Zentralbank führen, was die Exporte dieses Staates in andere Währungsräume belasten würde. Diese drohende Schwächung verführt dazu, sich um eine Abwertung der eigenen Währung zu bemühen. Eine Entkoppluing gelingt nur wenn mehrere Währungsräume mit nennenswerter Wirtschaftsleistung koordinierte oder für den US-Dollar faktisch gleichgerichtete Strategien verfolgen.
Vertrauen
Vertrauen spielt eine erhebliche Rolle bei der Entwicklung von Märkten, und überdurchschnittliche Vertrauensverluste sind allenthalben zu beobachten. Allerdings ist der typische Tiefpunkt noch nicht erreicht
Andererseits ist noch keine Trendumkehr in Sicht. Sofern die Bemühungen zur Umgehung des US-Dollar und/oder seiner Ablösung als Leitwährung weder enden noch durch proaktive Schritte adressiert werden besteht das Risiko dass sich der momentane Prozess beschleunigt. Dies gilt insbesondere wenn man unterstellt dass der (gewünschte) Effekt das Vorauseilen der Abwertung des US-Dollar vor derjenigen der anderen Währungen ist; in diesem Fall würde jede (in Fremdwährung) fällige Rückzahlung den Abwertungseffekt weiter verstärken.
Ein Stimmungswechsel in der Wirtschaft und an den Aktienmärkten hätte dennoch das Potenzial, die Aufemerksamkeit der Menschen für eine gewisse Zeit auf Wachstumschancen zu lenken. Nach dem Platzen der Dotcm-Blase gelang es mit der erwiesenermaßen absichtlich herbeigeführten US-Immobilien-Blase eine (im Rückblick kurzfristige und untergeordnete) Trendumkehr zu erreichen.
Während aktuell noch verschleppte Blasen bestehen und einige zeitgenössische, deren Größe noch nicht abzusehen ist, im Entstehen begriffen sind verschiebt das eingangs beschriebene mögliche Vorgehen das Kern-Risiko des Systems immer weiter von Anleihen weg in Richtung der Währungen selbst.
Variante
Nicht vernachlässigt werden sollte die Frage, ob die USA zu ihren Gunsten eine Abfolge von Maßnahmen durchführen.
1. Aufdecken nennenswerten Fremdwährungskapitlas von US-Amerikanern
2. Abwertung des US-Dollar
3. Emission von auf Fremdwährungen lautenden Anleihen
Dies wäre ein Szenario mit abweichender Dynamik, in dem sich für den US-Dollar-Währungsraum Wachstumschancen ergäben (günstige Arbeitskraft im eigenen Land, Ausweitung der nationalen Produktion und somit sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Exporte, nominelle und reale Zunahme der Gewinne vieler international agierender US-Unternehmen, gesteigerte nominelle Kaufkraft der jetzt in den Ruhestand tretrenden Baby-Boomer-Generation mit ihren Aktien-basierten Vermögen). Diese Wachstumsvision für die USA könnte Investoren anlocken. Aufgrund des neuen Wechselkurses könnten so erhebliche Mengen US-Dollar in die dortigen Kassen fließen. Eine Rückzahlung in den Fremdwährungen wäre kein Problem wenn die USA den Weg von einem Handelsbilanzdefizit hin zu einem Handelsbilanzüberschuss schaffen.
Dieses Szenario würde in erhebliche Veränderungen der internationalen Finanz- und Warenströme münden. Die Rechnung beispielsweise für Europa fiele unerfreulich aus.
Fazit
Die USA haben sowohl Gründe, das weltweite Finanzsystem umzustrukturieren solange sie ihre Vormachtstellung nutzen können, als auch die Möglichkeit, noch eine Zeitlang weiterzumachen wie bisher.
In beiden grundverschiedenen Szenarien erscheint es für die USA attraktiv, auf Fremdwährungen lautende Anleihen zu begeben und so ihre Position im zurzeit angespannten Wettbewerb um Liquidität zu verbessern. Derivate werden nicht lang auf sich warten lassen.
Aus Sicht der USA scheint eine vorgetäuschte Therapie der ausgeprägten Koabhängigkeit zwischen ihnen und dem Rest der Welt das größte Potenzial für ihre zukünftige Entwicklung zu bieten (Transformation des Systems unter Entbindung des US-Dollar von seiner Rolle als Leitwährung, zugleich Wahrung der eigenen Dominanz durch seine kontrollierte Abwertung und Einflussnahme über den IWF, Schaffung einer Zukunftsvision für die unter erheblichem Druck stehende Währungsunion der 50 Bundesstaaten). Ein zentraler Erfolgsfaktor dieser Strategie dürfte in der Unterschätzung der Einflussnahme der USA durch die öffentliche Wahrnehmung liegen.
Die eher administrativ und weniger durch gemeinsame Visionen und Außendarstellungen getragene EU sähe sich hierdurch vor Fragen gestellt, die im Kern womöglich bereits auf naheliegende Art und Weise beantwortet worden sein würden. So möchte General Motors die Absatzmärkte für Opel einschränken und dem US-amerikanischen Investor Ripplewood den Zuschlag als Eigentümer erteilen; Angebote aus Italien und China wurden ignoriert.
Das Zünglein an der Waage der weiteren Entwicklung könnten die BRIC-Staaten darstellen, die, reich an Bevölkerung, Rohstoffen und US-Anleihen, eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen wollen. Lassen sie sich auf einen kontrollierten Übergang vom US-Dollar zu IWF-Sonderziehungsrechten als Weltreservewährung ein, oder bilden sie einen Gegenpol zum westlichen Finanzsystem?
Das G20-Treffen Ende Sptember wird diese Frage zumindest indirekt beantworten.
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Stufe eins der Kapitalbeschaffung eines Staates basiert auf der Emission von Anleihen, die überwiegend von nationalen Banken und Investoren gezeichnet werden.
Stufe zwei involviert ausländische Investoren in zunehmendem Maße. Diese Stufe haben die USA bis an die Grenze ausgereizt. Hierbei kam ihnen ihr Handelsdefizit zugute: Ausländische Investoren investierten ihre überschüssigen US-Dollar in US-Staatsanleihen. Entstanden ist eine Koabhängigkeit besonders mit China, in zweiter Linie mit Japan und danach mit den anderen größeren Invesoren in US-Anleihen.
Für Koabhängigkeiten gibt es drei mögliche Wege in die Zukunft. Erstens: Man führt sie fort. Hierzu bedarf es immer größerer Dosen des Bindemittels. Zweitens: Man transformiert sie. Hierzu bedarf es schmerzhafter Umstrukturierungen und, sofern Fairness angestrebt wird, viel Vertrauen. Drittens: Man bricht sie mit großem Energieaufwand und Schaden.
Wir können ausklammern dass ernsthaftes Interesse an der dritten Variante besteht. Die zweite Variante haben wir bereits andernorts betrachtet. Widmen wir uns nun der ersten.
Sie führt zur dritten Stufe der Kapitalbeschaffung eines Staates. In dieser weitet die Zentralbank die Geldmenge aus, um die Anleihen des Staates zu erwerben. Dies wird seit Monaten betrieben.
In Stufe vier weitet die Zentralbank die Geldmnge aus und stellt anderen Zentralbanken Mittel zur Verfügung um die Staatsanleihen zu stützen. Vermutlich ist das ebenfalls bereits der Fall.
Was folgt?
In Stufe fünf/sechs begibt der Staat Anleihen in Fremdwährungen und zieht Kapital von Investoren des jeweiligen Währungsraums an.
In Stufe sieben weitet die Zentralbank des fremden Währungsraums ihre Geldmenge aus und erwirbt die ausländischen Anleihen in ihrer eigenen Währung.
In Stufe acht kauft die Zentralbank des emittierenden Staates die eigenen, auf Fremdwährung lautenden Anleihen mit den Devisen, die sie im Rahmen der Devisen-Swaps aus Schritt vier und/oder danach erhalten hat, und/oder unter Ausweitung der nationalen Geldmenge und Umtausch in die entsprechende Fremdwährung.
Dialektik
Ebenso wie Inflation und Deflation, die zugleich auftreten können, kann der US-Dollar zugleich als Leitwährung bestätigt und gestützt sowie sein gleichförmiger weiterer Niedergang besiegelt werden. Dies ist wie immer an Märkten eine Frage der kollektiven Stimmung; in diesem Fall eine Frage der kollektiven Stimmung der Zentralbanken vorrangig der Erozone, Großbritanniens, Japans und Chinas. Durch ihre Einstellung zu weiteren Devisen-Swaps mit der US-Zentralbank und Anleihen-Käufen sowie ihr Verhalten in Stufe sieben werden sie grob den Abstand festlegen können, den der US-Dollar bei seiner inflationären Entwertung zu ihren jeweiligen Währungen hat.... denn bei der Betrachtung von monetären Effekten ist es wichtig zu schauen wann wo welche Geldmengen gebunden und freigesetzt werden.
Betrachten wir auch die Möglichkeit, dass sich Zentralbanken den Schritten verweigern. Im Fall einer einzelnen Zentralbank würde dies kaum die Stabilität des Gesamtsystems gefährden. Wahrscheinlich würde dieses Verhalten zu einer relativen Stärkung der Währung der einzelnen Zentralbank führen, was die Exporte dieses Staates in andere Währungsräume belasten würde. Diese drohende Schwächung verführt dazu, sich um eine Abwertung der eigenen Währung zu bemühen. Eine Entkoppluing gelingt nur wenn mehrere Währungsräume mit nennenswerter Wirtschaftsleistung koordinierte oder für den US-Dollar faktisch gleichgerichtete Strategien verfolgen.
Vertrauen
Vertrauen spielt eine erhebliche Rolle bei der Entwicklung von Märkten, und überdurchschnittliche Vertrauensverluste sind allenthalben zu beobachten. Allerdings ist der typische Tiefpunkt noch nicht erreicht
Andererseits ist noch keine Trendumkehr in Sicht. Sofern die Bemühungen zur Umgehung des US-Dollar und/oder seiner Ablösung als Leitwährung weder enden noch durch proaktive Schritte adressiert werden besteht das Risiko dass sich der momentane Prozess beschleunigt. Dies gilt insbesondere wenn man unterstellt dass der (gewünschte) Effekt das Vorauseilen der Abwertung des US-Dollar vor derjenigen der anderen Währungen ist; in diesem Fall würde jede (in Fremdwährung) fällige Rückzahlung den Abwertungseffekt weiter verstärken.
Ein Stimmungswechsel in der Wirtschaft und an den Aktienmärkten hätte dennoch das Potenzial, die Aufemerksamkeit der Menschen für eine gewisse Zeit auf Wachstumschancen zu lenken. Nach dem Platzen der Dotcm-Blase gelang es mit der erwiesenermaßen absichtlich herbeigeführten US-Immobilien-Blase eine (im Rückblick kurzfristige und untergeordnete) Trendumkehr zu erreichen.
Während aktuell noch verschleppte Blasen bestehen und einige zeitgenössische, deren Größe noch nicht abzusehen ist, im Entstehen begriffen sind verschiebt das eingangs beschriebene mögliche Vorgehen das Kern-Risiko des Systems immer weiter von Anleihen weg in Richtung der Währungen selbst.
Variante
Nicht vernachlässigt werden sollte die Frage, ob die USA zu ihren Gunsten eine Abfolge von Maßnahmen durchführen.
1. Aufdecken nennenswerten Fremdwährungskapitlas von US-Amerikanern
2. Abwertung des US-Dollar
3. Emission von auf Fremdwährungen lautenden Anleihen
Dies wäre ein Szenario mit abweichender Dynamik, in dem sich für den US-Dollar-Währungsraum Wachstumschancen ergäben (günstige Arbeitskraft im eigenen Land, Ausweitung der nationalen Produktion und somit sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Exporte, nominelle und reale Zunahme der Gewinne vieler international agierender US-Unternehmen, gesteigerte nominelle Kaufkraft der jetzt in den Ruhestand tretrenden Baby-Boomer-Generation mit ihren Aktien-basierten Vermögen). Diese Wachstumsvision für die USA könnte Investoren anlocken. Aufgrund des neuen Wechselkurses könnten so erhebliche Mengen US-Dollar in die dortigen Kassen fließen. Eine Rückzahlung in den Fremdwährungen wäre kein Problem wenn die USA den Weg von einem Handelsbilanzdefizit hin zu einem Handelsbilanzüberschuss schaffen.
Dieses Szenario würde in erhebliche Veränderungen der internationalen Finanz- und Warenströme münden. Die Rechnung beispielsweise für Europa fiele unerfreulich aus.
Fazit
Die USA haben sowohl Gründe, das weltweite Finanzsystem umzustrukturieren solange sie ihre Vormachtstellung nutzen können, als auch die Möglichkeit, noch eine Zeitlang weiterzumachen wie bisher.
In beiden grundverschiedenen Szenarien erscheint es für die USA attraktiv, auf Fremdwährungen lautende Anleihen zu begeben und so ihre Position im zurzeit angespannten Wettbewerb um Liquidität zu verbessern. Derivate werden nicht lang auf sich warten lassen.
Aus Sicht der USA scheint eine vorgetäuschte Therapie der ausgeprägten Koabhängigkeit zwischen ihnen und dem Rest der Welt das größte Potenzial für ihre zukünftige Entwicklung zu bieten (Transformation des Systems unter Entbindung des US-Dollar von seiner Rolle als Leitwährung, zugleich Wahrung der eigenen Dominanz durch seine kontrollierte Abwertung und Einflussnahme über den IWF, Schaffung einer Zukunftsvision für die unter erheblichem Druck stehende Währungsunion der 50 Bundesstaaten). Ein zentraler Erfolgsfaktor dieser Strategie dürfte in der Unterschätzung der Einflussnahme der USA durch die öffentliche Wahrnehmung liegen.
Die eher administrativ und weniger durch gemeinsame Visionen und Außendarstellungen getragene EU sähe sich hierdurch vor Fragen gestellt, die im Kern womöglich bereits auf naheliegende Art und Weise beantwortet worden sein würden. So möchte General Motors die Absatzmärkte für Opel einschränken und dem US-amerikanischen Investor Ripplewood den Zuschlag als Eigentümer erteilen; Angebote aus Italien und China wurden ignoriert.
Das Zünglein an der Waage der weiteren Entwicklung könnten die BRIC-Staaten darstellen, die, reich an Bevölkerung, Rohstoffen und US-Anleihen, eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen wollen. Lassen sie sich auf einen kontrollierten Übergang vom US-Dollar zu IWF-Sonderziehungsrechten als Weltreservewährung ein, oder bilden sie einen Gegenpol zum westlichen Finanzsystem?
Das G20-Treffen Ende Sptember wird diese Frage zumindest indirekt beantworten.
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