Haben Sie eine Kreditkarte, deren Rechnung Sie nicht am Ende des Monats begleichen müssen? Dann stellen Sie in Deutschland wohl eher die Ausnahme dar. In den USA und Großbritannien beispielsweise wäre das aber die Regel.
Und so kann man dem Artikel leider nicht entnehmen, wie stark die Banken in den einzelnen EU-Staaten tatsächlich betroffen sind:
In den USA ist die Zahl der Kreditkartenausfälle im Juni auf ein Rekordhoch geklettert - bald dürfte die Krise auch Europa erreichen: Denn wegen der wachsenden Arbeitslosigkeit können viele Kunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Die Kredithäuser fürchten bereits das Schlimmste.
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Die Gefahr ist laut Experten groß: Mit rund 2500 Milliarden Dollar stehen die europäischen Verbraucher derzeit bei ihren Kreditkarteninstituten in der Kreide, davon die meisten in Grobritannien. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) könnten die Kreditkartenhäuser auf etwa sieben Prozent dieser Summe sitzen bleiben, berichtet die "Financial Times".
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In den USA - dem Ursprungsland der Krise - leiden die großen Kreditkartenhäuser daher schon jetzt massiv unter der Zahlungsunfähigkeit ihrer Kunden. Banken wie die Citigroup, Bank of America, JPMorgan Chase und Wells Fargo sowie das Kreditkartenhaus American Express haben bereits Milliarden von Dollar durch Ausfälle ihrer Kunden verloren. Insgesamt kletterten die Ausfälle bei den Finanzhäusern nach dem jüngst veröffentlichten Moody's-Index im Juni auf 10,76 nach 10,62 Prozent im Mai - ein Höchststand.
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In Großbritannien stiegen die Kreditkartenausfälle laut Moody's im Mai auf 9,37 Prozent nach 6,4 Prozent im Mai 2008. Auch die Barclays Bank, mit 11,7 Millionen Barclaycard-Kunden größter britischer Kreditkartenvergeber, hatte bereits im Mai von deutlich steigenden Ausfällen berichtet. Ebenso die Lloyds TSB Bank.
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