Die Berichtssaison für die Unternehmensergebnisse des zweiten Quartals 2009 steht unmittelbar bevor und kaum ein professioneller Investor rechnet mit guten Ergebnissen. Gerade noch rechtzeitig um einen vorzeitigen Abverkauf aus Sorge zu verhindern verbreitet John Mauldin einen internationalen Vergleich der Kurs-Gewinn-Verhältnisse von Aktien, einem bedeutsamen Faktor für die Frage ob Aktienkurse fair bewertet sind.
Natürlich befindet sich hier das Kurs-Gewinn-Verhälnis US-amerikanischer Aktien mit einem Wert von 14 in einem mittleren Bereich. Deutsche Aktien hätten nach dieser Darstellung ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27.

Höchte Zeit, aus deutschen Aktien auszusteigen... oder sich eigene Gedanken zu machen. Nicht nur dass das Diagramm offenbar eine Investment-Gesellschaft erstellt hat (und welche Ziele verfolgt diese wohl?): Wie wir bereits gesehen haben, gibt es unterschiedliche Methoden zur Berechnung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses und US-amerikanische Aktien waren nach der traditionellen Berechnungsmethode noch nie so teuer wie heute. Hier noch einmal ein Diagramm basierend auf den offiziellen Daten von Standard & Poor's mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 128 statt 14:

Wir haben auch schon gesehen, dass die USA ihre Inflationsrate mit Methoden berechnen, deren Realitätsnähe fraglich ist und die dazu führen dass die Wirtschaftsleistung positiver erscheint als sie in Wahrheit ist.
Fazit: Ohne ausführliche Darlegung, wie dieser internationale Vergleich erstellt wurde, ist dieses Diagramm völlig wertlos und tendenziell irreführend.
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