Die amerikanischen Banken dürften nicht bevorzugt werden, sagte er in Brüssel vor dem Treffen der Euro-Finanzminister.
Das ist nicht neu. Bereits im April forderten EU-Finanzminister neue Bilanzierungsregeln. Doch weiter heißt es:
Auch EU-Diplomaten aus zwei anderen großen Mitgliedstaaten äußerten sich zurückhaltend. In Deutschland litten die Banken besonders unter faulen Wertpapieren. „Andere Länder haben diese Probleme nicht“, sagte ein Diplomat.
Schade, dass nicht deutlich wird, welches Land den zitierten Diplomaten entsandt hat. Griechische Banken beispielsweise haben schon einen Stress-Test bestanden; anscheinend haben sie konservative Portfolios. Spanische Banken beispielsweise rangieren jedoch sicherlich am anderen Ende der Skala. In Deutschland beunruhigt der unerwartet hohe weitere Verlust der IKB ebenso wie die Bad Bank der Commerzbank, die Herabstufung der Bonität der meisten Landesbanken sowie einzelne Nachrichten über deren Zustand, und der Verdacht auf Insolvenzverschleppung bei der HRE könnte ebenfalls ein Hinweis auf sich verschärfende Probleme mit Derivaten sein.
EU-Kommissar Verheugen hatte bereits behauptet, deutsche Banken seien besonders gefährdet.
Schaut man sich die deutschen Banken mit negativen Schlagzeilen an so könnte hier eine strategische Herausforderung offenkundig werden. Diese Institute sind alle bereits verstaatlicht. Im Klartext hieße das: Deutschland, verstaatliche doch deine Problembanken. Wir bleiben in der EU bei den bisherigen Bilanzierungsregeln und signalisieren dem Markt so, welche Banken solide sind.
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